Sonntag, 11. Oktober 2026

Dielette nach Paimpol und Roscoff

Nachdem ich mich nun wieder einigermaßen fit fühlte, wollten wir weiter. Passend erschien uns Paimpol, das sollte an einem Tag, also von hell morgens bis zur Dämmerung machbar sein. Um die Zeit, früher Abend war auch die Einfahrt nach Paimpol noch möglich. Pampol ist ein Gezeitenhafen, man kommt nur so ca. zwei Stunden vor bis zwei Stunden nach Hochwasser rein, ansonsten ist die Zufahrt zu flach. Unsere Route würde uns an den Kanalinseln, Jersey und Guernsey vorbeiführen. Dort anzulanden hatten wir verworfen, man braucht ein Visum was wir nicht hatten und  die Preise in den Marinas sind unverschämt, das wurde auch nicht durch das billige Tanken kompensiert. Selbst für das Ankern brauchte man ein Visum, also Kanalinseln abgehakt. 
Wir waren verdammt langsam, der Wind war unstet, es lief nicht. 
Kein Wind


Es wurde später und später und unser Fenster für die Einfahrt nach Paimpol schloß sich. Wir wären statt um acht herum erst Mitternacht vor Paimpol angekommen, das war keine Option, dann dort 6, 7 Stunden auf und abkreuzen erschien uns nicht verlockend. Nacht in diesen Gewässern zu ankern, also das Ankermanöver des Nachts zu fahren war uns zu riskant. Diese Küste ist äusserst felsig und zerklüftet, ein Fehler kann da das Boot kosten. Also beschlossen wir weiter Richtung Roscoff zu fahren, die Nacht durch und dann dort irgendwo zu ankern. Die Nacht war lang, wir mussten wegen des Windes weite Schläge machen, aufkreuzen um überhaupt ein wenig in Richtung unseres Ziels zu gelangen. 
Sonnenaufgang


Als wir dann vormittags am geplanten Ankerplatz ankamen fing der Wind an aufzudrehen. Von vorher 10-15kn waren wir dann bei 25-30kn. Die Einfahrt zum Ankerplatz war eng, links und rechts Felsen. Wir setzten einmal an da rein zu fahren, aber das war mir dann nicht geheuer. Also Planänderung, wir gehen in die Marina nach Roscoff. Die war jederzeit anfahrbar. Anett fragte per Whatsapp an, uns wurde ein Platz reserviert. Die Anfrage nach Anlegehilfe auf Kanal 09 per VHF funktionierte eher weniger, die waren nicht zu verstehen. Also noch mal angerufen, Bingo. Nach kurzer Wartezeit an der Einfahrt kam der Marinero mit dem Schlauchboot und geleitete uns zu unserer Box. Beim Anlegen half dann noch der freundliche Nachbar, der Marinero drückte uns in die Box, alles Super. Wir hatten ja immer noch 25kn Wind, da war das alles sehr willkommen.

Etwas wirre Route



Roscoff selber ist ein kleines Städtchen, die Marina ist gut. Wir blieben zwei Tage, bisschen erholen und Lebensmittelvorräte auffüllen. Der Supermarkt war eine gute Stunde zu laufen, sage niemand das man als Segler keine Bewegung hat.  


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